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BaT Vorstand-Frühjahrstreffen 2018

BaT Vorstand-Frühjahrstreffen 2018

Bereits zum 2. Mal und somit beinahe traditionell traf sich heute am 25. März der komplette Vorstand zum Frühjahrstreffen. Neben einer normalem Vorstandssitzung wurden in 5 Workshops wichtige Themen, die die Mitglieder, die Tierärzteschaft und den Vorstand aktuell bewegen, besprochen und erste Ideen dazu gesammelt.

Nach dem erfolgreichen Jahresstart – Teilnahme am LTK, Veröffentlichung der BaT Standards – wird der BaT in 2018 an diesen Auftakt anknüpfen um noch mehr und vor allem noch schneller sichtbare Veränderungen in der Branche herbeizuführen. Insbesondere werden wir in Kürze unsere Standards intensiv der Tierarzt-Öffentlichkeit vorstellen und dazu Rede und Antwort stehen, um auch neben der Seite der Angestellten die Arbeitgeber hierzu zu Wort kommen zu lassen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Vereinsarbeit werden unsere Aktivitäten an den Uni-Standorten sein, wo wir bereits frühzeitig bei den jungen, angehenden Tierärzten aufklären und Bewusstsein für ihre Wertigkeit schaffen wollen. Denn auch wir Tierärzte sind unser Geld wert und in gewisser Weise „Götter in weiß“.

Die Wertigkeit der tierärztlichen Arbeitsowohl in der Praxis, im öffentlichen Veterinärwesen, der Industrie und anderen Berufssparten – wird mit unserer Aktion „Ein Herz für Tierärzte“ in 2018 ebenfalls noch fokussierter angegangen und soll – in Zusammenarbeit mit anderen Standesvertretungen – den Weg in die breite – auch nicht tierärztliche – Öffentlichkeit finden. 

Besonders die aktuelle Diskussion um das Kliniksterben und die mangelnde Notdienstversorgung sind Themen, für die es durchaus eine Lösung geben kann: das Arbeitszeitgesetz ist nicht neu und schon lange gültig, und insbesondere die Möglichkeit des Schlusses eines Tarifvertrages, der eine Verkürzung der Ruhezeiten möglich macht sowie eine über 8 (oder 10) Stunden hinausgehende Arbeitszeit erlaubt, sollte – zum Wohle der gesamten Branche – als Lösung in den Vordergrund rücken.

Um in dieser Hinsicht unsere Position als Arbeitnehmervereinigung zu stärken, werden wir die Bemühungen unserer bereits jetzt sehr aktiven Mitglieder in Sachen Neumitgliederwerbung durch eine Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“ unterstützen und erhoffen uns hier einen deutlichen Zuwachs. Weitere Details folgen in Kürze.

Der Vorstand bedankt sich in aller Form bei den Mitgliedern und freut sich auf ein ereignisreiches Jahr 2018!

Der tiermedizinische Nachwuchs zwischen Motivation und Frustration

Der tiermedizinische Nachwuchs zwischen Motivation und Frustration

Im Rahmen des LTK 2018 wurde in der Auftaktveranstaltung das Thema „Tiermedizinischer Nachwuchs – Lust, Frust und Perspektiven“ beleuchtet und verschiedene Referenten hielten hierzu Impulsreferate. Wir und andere Medien (u.a. das Deutsche Tierärzteblatt 03/18) berichteten.

Für alle, die nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten, sich allerdings für Gesagtes interessieren, bieten wir im Folgenden die Möglichkeit – dank unseres eigenen YouTube-Kanals – sich den Vortrag des 1. Vorsitzenden des Bund angestellter Tierärzte e.V. hier in voller Länge anzusehen. Danke an eines unserer Mitglieder, das den Vortrag aufzeichnete.

Die im Anschluss folgende Diskussion mit allen Teilnehmern lässt sich hier ebenfalls erneut ansehen. Dank an die Kolleginnen und Kollegen des bvvd e.V., die die Diskussion live bei Facebook teilten.

Damit sich nachhaltig etwas in Richtung Perspektiven verändert, brauchen wir Euch in unseren Reihen um noch mehr zu bewegen – eine Mitgliedschaft im BaT lohnt!

Einladung zur öffentlichen Diskussion über die BaT-Standards am 14.06.2018 um 19 Uhr

Im Januar 2018 hat der BaT e.V. seine Standards für Arbeitsverhältnisse veröffentlicht.

Hiermit laden wir alle Interessierte ein, sich im Rahmen eines öffentlichen Webinares am 14.06.2018 um 19 Uhr intensiver mit den erarbeiteten Empfehlungen auseinanderzusetzen.

Dort steht der Vorstand des BaT entsprechend für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Arbeitgeber an der Diskussion teilnehmen.

Der Link zum Webinar wird kurz vorher hier und bei Facebook veröffentlicht.

Bei Fragen bitte eine Mail an info@bundangestelltertieraerzte.de senden!

Ein Herz für Tierärzte – Ein Bericht zur Auftaktveranstaltung des 9. LTK

Bund angestellter Tierärzte e.V. – Ein Herz für Tierärzte – Ein Bericht zur Auftaktveranstaltung des 9. LTK

Der noch sehr junge Verein Bund angestellter Tierärzte e.V. (BaT) gestaltete in verschiedener Hinsicht den 9. Leipziger Tierärztekongress mit und bringt neue Sichtweisen und Aspekte in die berufspolitischen Diskussionen ein.

Bereits die Auftaktveranstaltung „Tiermedizinischer Nachwuchs: Lust, Frust, Perspektiven“ mit einem Redebeitrag (Der angestellte Tierarzt zwischen Motivation und Frustration) des ersten Vorsitzenden, Dr. Christian Wunderlich, und anschließender Podiumsdiskussion zeigte, in welchem Wandel sich die gesamte Tiermedizin im Moment befindet.  Ebenfalls wurde klar, dass dieser Wandel noch einiges an Diskussionspotential bietet. Einig waren sich die Podiumsdiskussionsteilnehmer im Großen und Ganzen darüber, dass es Veränderung bedarf, um die teils noch immer vorherrschenden systematischen Brüche des Arbeitszeitgesetzes einzuschränken bzw. zu tilgen.

Dr. Carsten Vogt von der Tierarztpraxis Ottersberg stellte hierzu exemplarisch ein in seiner Praxis bereits umgesetztes Modell vor, das unter anderem eine Vier-Tage-Woche in der Pferdepraxis vorsieht, um die gesetzlich vorgeschriebene maximale Wochenarbeitszeit von 48 Stunden nicht zu überschreiten. Dagegen wurde in der Diskussion von einigen Universitätsmitarbeitern gefordert, die Bezahlung von Doktorandinnen und Doktoranden in dieser Diskussion außen vor zu lassen. Aus Sicht des BaT bedarf es jedoch auch hier einiger Nachbesserungen, da laut Kersebohm et al. 2017 53% der universitären Angestellten unter Mindestlohn arbeiten.  Hier erhalten junge angehende Tierärztinnen und Tierärzte und auch frische Absolventen bisher das falsche Signal, wie Arbeitsverhältnisse in der Tiermedizin aussehen. Insbesondere der Vergleich zu den humanmedizinischen Berufskollegen durch den 1. Vorsitzenden machte deutlich, was eine positive Beeinflussung bereits im Studium bewirken kann: der Begriff „Gott in Weiß“ ist nicht umsonst im Gespräch und junge Absolventen gehen sehr selbstbewusst sowie mit entsprechenden, gerechtfertigten Forderungen in ihre erste Anstellung.

Ein anderes Bild in der Tiermedizin: Schon Studenten lernen leider, dass die Realität meist anders aussieht: Die bpt-Gehaltsempfehlung wird zwar teilweise eingehalten, jedoch bei den gesetzlichen Regelungen zuwiderlaufenden Wochenarbeitszeiten von über 40 Stunden. Die Arbeitssuche entwickelt sich vor allem für motivierte Berufsanfänger zu einem Spagat zwischen den eigenen Erwartungen, dem Druck von umgebenden Berufsfremden (Partner, Familie und andere), einer akzeptablen work-life-balance sowie Existenz- und Versagensängsten. Oft weicht der anfängliche Enthusiasmus nach 11 Semestern endlich den ersehnten Traumberuf ausüben zu dürfen schnell der harten Realität des Praxisalltags.

Genau dies wurde unter anderem von Seiten des bvvd und des BaT auch in den Impulsvorträgen sowie in der folgenden Diskussion thematisiert und unterstrichen. Die Einsicht, dass viele aktuelle Anstellungsverhältnisse auf Grund von Überschreitung der wöchentlichen Höchstarbeitszeit von 40 / 48 Stunden sowie der fehlenden – bei der Möglichkeit des Anfalls von Überstunden zwingend nötigen – Zeiterfassung schlichtweg illegal sind, wurde sogar von den Arbeitgebern auf dem Podium deutlich kommuniziert und als zukünftig nicht haltbarer Missstand dargestellt. Erste Verfahren und strikte Kontrollen von Kliniken und Praxen zeigen hier auch die wachsende Gefahr für Arbeitgeber, die nach wie vor gegen geltende Gesetze verstoßen.

Auch Lösungsansätze wurden im Podium diskutiert und neben der Zahlung eines angemessenen Gehalts (siehe zum Beispiel „BaT – Standards“) sollte der moderne tiermedizinische Arbeitgeber auch weniger messbare Aspekte bei der täglichen Arbeit beachten; hierzu gehört insbesondere eine gute Personalführung mit Lob und Anerkennung, regelmäßigen Teamgesprächen und der Wertschätzung des Arbeitnehmers als Teil seines eigenen Erfolges. Insbesondere in diesen Bereichen gibt es in der Breite noch viel Optimierungsbedarf, wie die Mitglieder des BaT immer wieder berichten.

Auch die angestellten Tierärzte haben Aufgaben: so unter anderem die Erhöhung des eigenen Selbstwertes – unter anderem auch in Verhandlungen – sollten sich die angestellten Tierärzte zukünftig als erstes Ziel vornehmen, sonst behindert sich der motivierte angestellte Tierarzt gegebenenfalls doch wieder selbst.

Neben den bereits genannten Punkten äußerte Dr. Christian Wunderlich als 1. Vorsitzender den Wunsch für die Zukunft, dass tiermedizinische Arbeitgeber und angestellte Tierärzte an Stelle des Begriffes „Assistent/in“ den Wortlaut „angestellter Tierarzt/ angestellte Tierärztin“ verwenden; schließlich sind die Mitarbeiter Akademiker mit einem sehr anspruchsvollen Studium und nicht nur „Assistenten“!

 

Weiterhin warb er für die Aktion „Ein Herz für Tierärzte“. Mit dieser Aktion verfolgt der BaT folgende Ziele:

  • Aufwertung des tierärztlichen Berufsstandes: In der Öffentlichkeit muss die Wichtigkeit und Wertigkeit unseres Berufsstandes immer wieder unterstrichen werden.
  • Kollegiales Verhalten innerhalb der Tierärzteschaft: Nur, wenn wir alle am gleichen Strang ziehen und uns fair und kollegial verhalten, werden wir auch etwas erreichen können.
  • Aufklärung: Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber müssen über Ihre Rechte und Pflichten informiert sein. Nur dann kann es ein positives Miteinander ohne Missverständnisse geben.
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen: Die Einhaltung geltender Rechtsvorschriften und eine angemessene Arbeitsvergütung sind eine Grundvoraussetzung für die Wertschätzung der geleisteten Arbeit. Ein nettes Wort, ein Dank sind manchmal noch vielmehr wert und verursachen keine Kosten!

Wahrscheinlich würde jeder Kollege unterschrieben, dass er ‚Ein Herz für Tiere‘ hat. Schön wäre es, wenn wir auch ein ‚Herz‘ für uns selbst und für den Kollegen hätten: Wenn wir uns als Berufsgruppe gemeinsam positionieren, damit wir und unsere Arbeit wieder wertgeschätzt werden.

Um dem zwischen Motivation und Frustration stehenden angestellten Tierarzt eine Hilfestellung zu geben, hat sich der Bund angestellter Tierärzte e.V. (BaT) im Jahr 2016 gegründet. Der Verein sieht sich als alleinige Interessensvertretung aller angestellten Tierärzte, arbeitet an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen für angestellte Tierärzte, klärt Studenten, Angestellte und auch Arbeitgeber über ihre Rechte und Pflichten auf, betreibt Öffentlichkeitsarbeit zur Aufwertung des tierärztlichen Berufsstandes im Allgemeinen und steht für kollegiales Verhalten ein.

Neben den aufgezeigten Punkten im vorigen Abschnitt hat der BaT e.V. bereits Veranstaltungen zur Aufklärung der Mitglieder durchgeführt, mit Arbeitgebern, dem bpt und anderen Verbänden gesprochen und erfahrene Unterstützer mit einbezogen, um die Satzungsziele zu erreichen. Zu den Unterstützern des BaT zählen z.B. eine renommierte Anwaltskanzlei für Tierärzte, Finanz- und Versicherungsdienstleister, ein Businesscoach sowie eine Steuerberatungsgesellschaft. Exklusive und einzigartige Vorteile für BaT-Mitglieder wie günstigere Konditionen für eine Arbeitsvertragsüberprüfung, kostenlose juristische Erstberatung, Steuererklärung zu Sonderkonditionen u.v.m. können so zur Verfügung gestellt werden.

Wichtigstes Ziel aus der Sicht des BaT zur Schaffung langfristig motivierter angestellter Tierärzte sind neu definierte, gesetzeskonforme Standards für die Arbeit im tierärztlichen Berufsfeld und die Verbesserung der Arbeitssituation für Arbeitnehmer und – geber im Allgemeinen.

Der BaT e.V. stellt als reine Vertretung der angestellten Tierärzte die Weichen für einen Tarifvertrag mit einem zurzeit noch fehlenden Arbeitgeberverband!

 

 

BaT Vorstand trifft sich mit dem bpt Präsidium in Bielefeld

Im Rahmen des Bielefelder Kleintierkongresses trafen sich bereits zum 2. Mal (bereits 2017 fand ein Treffen statt) der BaT Vorstand und das bpt Präsidium. Neben verschiedener Themen zur Berufspolitik ging es kurz um die BaT-Standards und deren Umsetzbarkeit in der Praxis.

Ebenfalls wurde über die Initiative „Ein Herz für Tierärzte“ gesprochen und andere Möglichkeiten diskutiert, wie gemeinsam für eine bessere Außenwirkung der Berufsgruppe Tierarzt eingetreten werden kann. Hier wird im Nachgang im Frühsommer ein Treffen unter Beteiligung von bpt, bvvd und BaT folgen.

Frei nach dem Motto „Gemeinsam mehr erreichen“ sind wir vom BaT Vorstand mit dem Treffen zufrieden.

Treffen und reger Austausch

Präsidium des bpt und Teile des Vorstands des BaT