bpt, BVVD und BaT treffen sich in Hannover – Gemeinsam mehr erreichen

Hannover, 11.07.2018
Als Folge des Treffens zwischen bpt und BaT Vorstand im Februar beim Bielefelder bpt Kongress fand in Hannover das damals vereinbarte Treffen zwischen Teilen der Vorstände von bpt, BaT und bvvd statt.
Auf Grund vieler Fragen und dem Wunsch des Einbezuges der angehenden Tierärzte freuten sich sowohl der Geschäftsführer des bpt, Heiko Färber, als auch der 1. Vorsitzende des BaT, Dr. Christian Wunderlich, stellvertretend für die Vereine sehr über die Teilnahme des bvvd, vertreten durch Johannes Schöne, Präsident, Jannis Nankemann, Vorststandsmitglied Hannover und Amanda Silberborth, Pressesprecherin.

Das Ziel des gemeinsamen Treffens war es, Ansatzpunkte für ein gemeinsames Herangehen an die Problematik mangelnder Absolventen für die (Nutztier-)Praxis, die Forschung als auch die Industrie zu finden. Da geschätzt 1/3 der Absolventen später den tierärztlichen Beruf gar nicht mehr ausübt und derzeit deutschlandweit Praxis- und Klinikinhaber keine angestellten Tierärzte finden, gibt es hier aus Sicht der Vereine massiven Handlungsbedarf.

Auf Grund aktueller Entwicklungen wurde initial intensiv über das Zulassungsverfahren zum Studium diskutiert und konstatiert, dass eine Zulassung nur auf Basis des Numerus Clausus (NC), wie evtl. anderweitig diskutiert, für keinen der Vereine eine Lösung darstellt. Hier werden in Folge des Treffens weitere Arbeiten geleistet und entsprechend zu gegebener Zeit öffentlich gemacht.

Ebenfalls Thema war die Demotivation der jungen Absolventen im Verlauf des Studiums, die sich unter anderem auch in der Abschlussbesprechung der Pilot-Wahlpflichtveranstaltung BWL in der Tiermedizin vernehmen ließ. Der 1. Vorsitzende des BaT lobte ausdrücklich das Engagement des bpt: „Mit der WP BWL in der Tiermedizin ermöglicht der bpt in Kooperation mit der TiHo erstmalig einen Einblick und tieferes Verständnis in Praxisführung, Gehaltsverhandlungen und die Thematik Arbeitszeitgesetz – das begrüßen wir sehr!“
Um noch mehr Studierende der Veterinärmedizin zu erreichen, bedarf es allerdings weiterer Maßnahmen, die die Studierenden ermutigen mit erhobenem Haupt aus dem Studium zu gehen und sich selbstbewusst in die ersten Bewerbungsgespräche zu begeben. Seitens des BaT können wir nur motivieren sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen, die bereits Erfahrungen gesammelt haben und auch bei einer ersten Stelle Gehälter von teils über 3500€ aushandeln konnten (Mitglieder helfen Mitgliedern).

Einigkeit herrschte weiterhin, dass noch deutlich größeres Engagement bei den Studierenden und angestellten Tierärzten nötig ist, um auf breiter Front die aktuelle Situation zu verändern – sei es durch aktive Mitarbeit im bvvd und/oder eine Mitgliedschaft im Bund angestellter Tierärzte.

Um für den gesamten Berufsstand – Studierende, Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber – etwas zum Positiven zu bewegen, bedarf es einem ganzheitlichen Ansatz; das teils rudimentäre Wissen über Möglichkeiten und Positionen in der GOT (Gebührenordnung für Tierärzte) was bei Studierenden im 6. Semester möglicherweise noch vertretbar ist, sollte bei angestellten Tierärzten und selbständigen Tierärzten allerdings durch fundierte Kenntnisse der GOT und Bereitschaft zur Abrechnung ersetzt werden.

Um hier ebenfalls die Kunden (= Zahler) über die Wertigkeit der tierärztlichen Leistungen aufzuklären und für den Erhalt des – besser als jetzt bezahlten (Arbeitnehmer UND Arbeitgeber) – Berufsstandes einzutreten, wurden Möglichkeiten einer breit wirksamen Kampagne zur Öffentlichkeitsarbeit durch den BaT angeschoben. Aufbauend auf der bisher im nicht tierärztlichen Umfeld wenig wahrgenommen Kampagne „Ein Herz für Tierärzte“ werden hier weitere Möglichkeiten und Ansätze erarbeitet – ganz nach dem Motto: Gemeinsam mehr erreichen!