Bundesministerin Klöckner sieht bei Gestaltung des Arbeitszeitgesetzes Handlungsbedarf

Bei einem Treffen des bpt (Praktiker), BbT (Beamte), BfT (Industrie) und BTK sind am 10. Oktober in Berlin kam es zu einem Austausch mit Bundesministerin Julia Klöckner und weiteren Vertretern des BMEL.

Wie in einer aktuellen Pressemeldung von Vetline zu lesen ist, wurde das Thema „tierärztliche Versorgung“ im Tierseuchenfall und auch generell mit Bezug auf die Arbeitnehmerrechte in Sachen Arbeitszeit angesprochen. Es ist dort zu lesen, dass „… sie sowohl mit Blick auf den Zugang zum Tiermedizinstudium wie auch mit Blick auf die Gestaltung des Arbeitszeitgesetzes Handlungsbedarf sieht. Sie sagte zu, dass sie in Kontakt mit ihren Länderkollegen treten will, um zu schnellen und praktikablen Ergebnissen zu kommen.“

Diese zugegebene schnelle Entwicklung der Ereignisse – wir berichteten von Ergebnissen des Deutschen Tierärztetages 2018 – in Sachen Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes sollte alle angestellten Tierärztinnen und Tierärzte dazu motivieren, sich entsprechend zu positionieren und mit einer Stimme zu sprechen.

Als BaT-Vorstand sehen wir hier weitere Ansätze die aktuelle, arbeitnehmerfreundliche Rechtslage in Sachen Arbeitszeit (die leider immer noch zu wenig Anwendung findet) sehr kurzfristig zu verändern. Insbesondere die Erhöhung der täglichen Arbeitszeit ohne Zugeständnisse für die Angestellten – wie z.B. in einem Tarifvertrag aushandelbar – erscheint als ein angestrebtes Ziel.

Wir möchten hiermit in aller Deutlichkeit an die angestellten Tierärztinnen und Tierärzte appellieren, sich diese Entwicklung bewusst zu machen und zu entscheiden, ob sie dieser Entwicklung zusehen wollen, oder aktiv – z.B. durch eine Mitgliedschaft im BaT e.V. – für eine Lösung, die auch die Belange der Arbeitnehmer von verschiedenen Seiten beleuchtet, eintreten.

Es liegt an jedem Einzelnem, ob wir als angestellte Tierärztinnen und Tierärzte hier gemeinsam mit einer Stimme mehr für unseren Berufsstand erreichen können und werden.