BaT begrüßt Gründung der 2. Arbeitgebervereinigung in der Tiermedizin

 Am 02. Juni 2019 gab die Gemeinschaft freier Tierärzte, GfT, Ihre Gründung bekannt. Kurz nach der  öffentlichen Bekanntmachung der Gründung des VUK vor kurzem  – der BaT berichtete – kommt damit die zweite Arbeitgebervereinigung in der Tiermedizin auf den Plan! Auch die GfT sieht den BaT als möglichen Partner für tarifliche Verhandlungen. Wie kommt es dazu, dass es nun noch einen weiteren Arbeitgeberverband gibt, wo doch bis vor kurzem eine Gegenüberstellung zweier Tarifparteien in der Tiermedizin weit in der Zukunft zu liegen schien? Scheinbar haben hier unter anderem die Bemühungen des BaT als auch die Gesamtsituation in der Tiermedizin die Arbeitgeber zum Nachdenken gebracht.

Im Folgenden stellen wir in einer kurzen Übersicht die Unterschiede zwischen VUK und GfT gegenüber:

GfT

Als Hauptziele formuliert die GfT:

  • Wahrung qualitativ hochwertiger Tiermedizin
  • Faire Beratung der Tierbesitzer
  • Einsatz für den Tierschutz
  • Stärkung unabhängiger Tierarztpraxen und -kliniken
  • Politische Positionierung
  • Tierärztliche Belange in den neuen Medien wettbewerbsfähig präsent machen, positionieren und weiterentwickeln

VUK

Der VUK steht für:

  • Interessensvertretung privater und inhabergeführter Kliniken, Tiergesundheitszentren sowie auf klinikniveau geführte Praxen
  • Innovative Medizin auf hohem Niveau halten und ausbauen
  • Modernen Umgang mit Arbeitnehmern, Förderung des tiermedizinischen Personals und Nachwuchses
  • Bilden eines starken Netzwerkes, Teilung von Wissen, Bündelung von Ressourcen
  • Berufspolitische Einflussnahme
  • Verbesserung des Arbeitgeberimages
  • Erarbeitung eines Tarifvertrages
  • Zukunftsorientiertes, umwelt- und ressourcenschonendes Handeln

Beide Verbände richten ihren Fokus auf die Stärkung der Arbeitgebergemeinschaft, die Wichtigkeit von Qualitätsstandards und die politische Einflussnahme. Dabei bewegt sich der VUK mit den Themen Tarifvertrag und modernem Mitarbeitermanagement eher im berufspolitischen Feld. Die GfT will im gesamtpolitischen Rahmen die Wahrnehmung der Tierärzteschaft stärken und sich v.a. im Bereich Tierschutz einbringen.

Weiterhin können in beiden Vereinen angestellte Tierärzte keine regulären Mitglieder werden – bedingt durch die Zielsetzung möglicher Tarifverhandlungen. Wer als angestellte Tierärztin oder als angestellter Tierarzt die Zukunft der Tiermedizin mitgestalten und vom Wandel profitieren möchte, ist herzliche eingeladen Mitglied im BaT zu werden.

Wir gratulieren den engagierten Arbeitgebern sowohl in VUK als auch GfT zur Gründung und freuen uns auf einen intensiven Austausch. Ein erster Termin zwischen BaT Vorstand und VUK ist bereits vereinbart.