Medien & Artikel

Erste Verordnung zur Änderung der Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und Tierärzten (1. TAppVÄndV) trat am 30.12.16 in Kraft

Die TAppV, die Grundlage der tierärztlichen Approbation, wurde kurz vor Jahresende rechtskräftig geändert und damit einigen aktuellen Gegebenheiten angepasst. Neben formellen Änderungen und Anpassung an EU Recht betrifft die größte – und für Studierende interessanteste – Änderung den Bereich des tierärztlichen Pflichtpraktikums im Schlachthof:

§ 55 wird wie folgt geändert:

(2) Die praktische Ausbildung in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung bei einer für die Schlachttier- und Fleischuntersuchung von Rind oder Schwein in einem Schlachthof zuständigen Behörde dauert 100 Stunden. Sie ist innerhalb von mindestens drei aufeinanderfolgenden Wochen abzuleisten. Abweichend von Satz 2 kann die Ausbildung in zwei jeweils zeitlich aufeinanderfolgenden Zeiträumen abgeleistet werden. Eine praktische Ausbildung in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung bei einer für die Schlachttier- und Fleischuntersuchung von Geflügel in einem Schlachthof zuständigen Behörde kann auf die Ausbildung nach Satz 1 für höchstens 30 Stunden angerechnet werden.“

Absatz 3 Satz 2 wird durch folgende Sätze ersetzt:

„Die Ausbildung kann auch an mehr als einem Schlachthof abgeleistet werden. Wird in einem Schlachthof nur Geflügel geschlachtet, sind von der Ausbildungszeit nach Absatz 2 Satz 1 mindestens 70 Stunden in einem Schlachthof mit der Tierart Rind oder Schwein abzuleisten. In diesem Fall findet Absatz 2 Satz 2 und 3 keine Anwendung.“

 

Genaue Informationen zu den Änderungen finden sich auch unter folgendem LINK!

Du bist unzufrieden mit deiner beruflichen Situation, weiß aber nicht wie du diese ändern kannst?

Es gibt Kommunikationsprobleme mit den Kollegen, oder dem Chef/der Chefin und du weißt nicht, wie du diese ansprechen sollst?

Du haderst schon viel zu lange mit dir?

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Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz

Ein interessanter Gastbeitrag vom Juristen Stefan Buddeke zum Thema Wissenschaftszeitvertragsgesetz, geändert am 17.03.2016.

Sicher interessant für befristet beschäftigte Tierärzte an Universitäten und Hochschulen!

 

Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz

-Sonderregelungen für befristete Arbeitsverhältnisse an Hochschulen

Befristete Arbeitsverhältnisse können unter den Voraussetzungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes geschlossen werden. Eine Befristung bei Neueinstellungen ist für die Dauer von 2 Jahren möglich, wobei innerhalb dieses Zeitraums höchstens dreimal der Vertrag verlängert werden darf. Ansonsten muss für eine Befristung einer der speziellen Gründe vorliegen, die im Gesetz festgeschrieben sind. Liegen die Voraussetzungen nicht vor, ist die Befristung unwirksam und der Vertrag läuft unbefristet.

Für die Arbeitsverhältnisse an Hochschulen gibt es Sonderregelungen, welche den Hochschulen den Abschuss befristeter Arbeitsverhältnisse mit wissenschaftlichem Personal erleichtern. Diese Regelungen finden sich im Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Bislang war es verbreitete Praxis, dass immer kürzere Vertragsdauern und immer wiederkehrende Vertragsverlängerungen (Kettenverträge) geschlossen wurden. Denn das Wissenschaftszeitvertragsgesetz verlangte für die Befristung keine besonderen Gründe. Untergrenzen für die Dauer der Befristung gab es auch nicht.

Um dem entgegenzuwirken, wurden zum 17.03.2016 Neuerungen im Wissenschaftszeitvertragsgesetz eingeführt. Nunmehr ist die befristete Beschäftigung von wissenschaftlichem Personal nur dann erlaubt, wenn die befristete Beschäftigung zur Förderung der (eigenen) wissenschaftlichen Qualifizierung erfolgt. Auch ist die Dauer des Vertrags jetzt so zu bemessen, dass sie der angestrebten Qualifizierung angemessen ist. In welchen Fällen die Beschäftigung die eigene wissenschaftliche Qualifizierung fördert und wann die Dauer des Vertrages der angestrebten Qualifikation angemessen ist, wurde jedoch nicht geregelt. Daher wird es zukünftig zu Streitigkeiten darüber kommen, ob die Befristung wirksam ist oder nicht vielmehr ein unbefristetes Arbeitsverhältnis vorliegt.

Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz erlaubt neben der Qualifizierungsbefristung auch die Befristung von Arbeitsverträgen im Falle der Drittmittelfinanzierung. Nach den Neuerungen im Wissenschaftszeitvertragsgesetz „soll“ die vereinbarte Befristungsdauer dem bewilligten Projektzeitraum entsprechen. Da jedoch die Befristungsdauer lediglich dem Zeitraum entsprechen „soll“, können auch kürze Befristungen vereinbart werden, wenn es dafür Gründe gibt. Wann solche begründeten Ausnahmen vorliegen, ist nicht geregelt. Auch im Falle der Drittmittelfinanzierung kann es also Streitigkeiten darüber geben, ob die Befristung wirksam ist oder ein unbefristetes Arbeitsverhältnis vorliegt.

Natürlich können die Hochschulen auch außerhalb des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes befristete Arbeitsverhältnisse abschließen. Die Hochschulen müssen sich dann jedoch an sämtliche Vorgaben des Teilzeit- und Befristungsgesetzes halten. Ansonsten wäre die Befristung unwirksam und ein unbefristetes Arbeitsverhältnis läge vor. Es könnte zudem rechtsmissbräuchlich sein, wenn viele, aufeinanderfolgende befristete Arbeitsverhältnisse (Kettenverträge) ohne Anwendung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes geschlossen würden. Auch ein solcher Rechtsmissbrauch kann das Vorliegen eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses bedeuten.

Da – trotz oder gerade aufgrund der gesetzlichen Neuerungen – die Befristung unwirksam sein kann, können Wissenschaftler gut beraten sein, ihre befristeten Verträge von einem fachkundigen Rechtsanwalt überprüfen zu lassen.

Der Autor Stefan Buddeke ist als Rechtsanwalt in der Sozietät „Koopmann & Buddeke“ in Osnabrück tätig. Zu seinen Schwerpunkten zählen Arbeitsrecht, Studienplatzklagen und Sportrecht.

Podiumsdiskussion bpt

Bund angestellter Tierärzte in der Diskussion um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen erstmalig dabei – Gemeinsam mehr erreichen … oder „Was haben Sie falsch gemacht?“

Am vergangenen Freitag, dem 18. November 2016, fand unter dem Titel „Nachgefragt: Wie lassen sich die Arbeitsbedingungen von angestellten TierärztInnen weiter verbessern?“ im Rahmen des bpt-Kongresses die erste berufspolitische Veranstaltung mit Beteiligung des Bundes angestellter Tierärzte e.V. statt.

Von 13.15 Uhr bis 14.15 Uhr diskutierten die Teilnehmer Dr. Carsten Vogt (Inhaber, bpt-Arbeitskreis Assistenten), Dr. Uta Seiwald (angestellte Tierärztin, bpt-Präsidium und bpt-Arbeitskreis Assistenten), TÄ Johanna Kersebohm (FU Berlin), Nicolas Haas (Business Area Manager D-A-CH Anicura), Florian Diel (Präsident des bvvd) und Dr. Christian Wunderlich (1. Vorsitzender des BaT) in der vortragsfreien Zeit unter der Moderation von Heiko Färber (bpt-Geschäftsfüher) über die aktuelle Situation der angestellten Tierärzte.

Dank Johanna Kersebohms Dissertationsdaten, die immer noch aktuelle Mindestlohnunterschreitungen bei 10 % der Befragten, Wochenarbeitszeiten von 50 – 52 h und hohe Unzufriedenheit im Vergleich zur Normalbevölkerung offenbarte, war schnell der Einstieg in die Thematik gefunden. Insgesamt schienen sich alle einig, die Situation sei so nicht haltbar und eine Änderung der bestehenden Situation müsse dringend gemeinsam vorangebracht werden. Hier betonten die bpt-Vertreter – nicht ohne den Einwand, dass Dr. Uta Seiwald beinahe vor einigen Jahren aus dem bpt ausgetreten sei, da es keine Vertretung der „Assistenten“ gab – dass sie dieses Ziel stark verfolgten und Dr. Uta Seiwald selbst nun auch im Arbeitskreis „Assistenten“ aktiv sei.

Auf die Nachfrage vom 1. Vorsitzenden des BaT, warum der bpt eine Namensänderung hin zu „Arbeitskreis angestellter Tierärzte“ in zeitlichem Zusammenhang zur Gründung des BaT (Bund angestellter Tierärzte) vollzogen habe, diesen Wortlaut aber über die gesamte Diskussion nicht benütze, blieben die bpt Mitglieder eine Antwort schuldig. Auch auf die kritische Nachfrage, wie lange man noch auf die Anstrengungen des bpt – durchaus auf Grund seiner Mitgliederverteilung eher als ein Arbeitgeberverband anzusehen – auf Änderungen warten müsse, wurde nur unklar geantwortet.

Dr. Carsten Vogt stellte heraus, dass nicht die Zahlungsbereitschaft der Kunden, die durchaus Verständnis für die Situation der Angestellten hätten, das Problem sei. Nicolas Haas sprach offen über die Mitarbeiterführung in seinem Unternehmen, in dem die Kommunikation eine zentrale Rolle spielt.

Alle Teilnehmer kamen zu dem Ergebnis, dass es essentiell ist die GOT einzuhalten und auch der Wirtschaftlichkeit der Praxis anzupassen.

Der bvvd-Präsident Florian Diel nahm bewusst die Universitäten, die mit falschem Vorleben der Situation z.B. durch unbezahlte Dienstzeiten nicht unschuldig an der aktuellen Situation sind, als auch die Absolventen selbst in die Pflicht, sich gute Praktika zu suchen und dort schon an den „first-day-skills“ zu arbeiten.

Auf die Frage des Moderators Färber an den 1. Vorsitzenden des BaT „Was haben Sie diesbezüglich falsch gemacht?“ antwortete Dr. Christian Wunderlich, warum er von der praktischen Arbeit in der Klinik an der Universität in die Industrie gewechselt ist. Trotz Passion für die Rindermedizin waren die Arbeitsbedingungen an der Universität so prekär, dass sich eine Fortführung der Anstellung nicht mit der Überzeugung den Berufsstand aus dieser Position tiefgreifend zu verändern, zu vereinbaren sei. Weitere Beweggründe waren das Interesse an einer neuen Herausforderung in einem unbekannten Berufsfeld als auch eine gute finanzielle Absicherung für die Zukunft in Hinblick auf Familie und Rente.

Gemeinsam zeitnah für eine Verbesserung der dramatischen und zum Teil illegalen Situation der Angestellten eintreten, den Schwerpunkt in der Kommunikation mit den Arbeitgebern sowie besonders mit der Öffentlichkeit suchen und durch eine zunehmende Zahl an Mitstreitern im Bund angestellter Tierärzte zeigen, dass sich die angestellten Tierärzte von heute nicht mit der jetzigen Situation zufriedengeben!

 

Podiumsdiskussionsteilnehmer in der Diskussion

Podiumsdiskussionsteilnehmer in der Diskussion

Beteiligung aus dem Auditorium

Beteiligung aus dem Auditorium

DVG Kongress vom 27.-30.10.2016 in Berlin: BaT verbindet

(Erfahrungsbericht der 2. Vorsitzenden des Bundes angestellter Tierärzte  e.V. Dr. Leonie Wolters)

Vor einem Jahr hatte ich Glück und gewann über die Homepage vetion.de eine Masterkarte und war so nun also beim DVG Kongress in Berlin dabei. Neben diversen spannenden Vorträgen zum Thema „Die Krankheiten der alten Tiere – Geriatrie im Fokus“, gab es natürlich auch eine Fachmesse, die wie immer wieder sehr beeindruckend war und mich durch unterschiedlichste interessante Gespräche von einigen Vorträgen abgehalten hat.

Die BaT Flyer konnte ich dank unserer Partner TVD Consult und Deutsche Ärztefinanz nicht nur auf dem „Flyer-Tisch“ im Zwischengang, sondern auch auf ihren Messeständen auslegen. Vielen Dank dafür noch einmal an dieser Stelle. Gefühlt konnte ich die Stapel auch recht häufig nachfüllen!

Am Freitag hatte ich das Vergnügen mich mit Tim Kasten, Carolin Deiner, Dimo Naujokat und Andreas Herzog von TVD Consult zu treffen und wir hatten ein sehr anregendes Gespräch mit vielen guten Ideen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit: Es entstand die Idee eines ersten großen Treffens des BaTs mit den 10-20 größten Arbeitgebern im tiermedizinischen Praxis-/Klinikbereich und den sogenannten Tierarztketten. Weitere Ideen waren: Standards zu erarbeiten an die sich beide Parteien (Arbeitgeber und Arbeitnehmer) zu halten haben und diese Stellen dann zu bewerben. Weitere Ideen umfassten vergünstigte Seminare für BaT-Mitglieder.

Im Laufe des Kongresses habe ich mich neben vielen anderen Personen auch mit Dr. Martin Schäfer (MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH, Thieme) getroffen, der den BaT eingeladen hat am Tierärztekongress in Baden-Baden am 16.-18.2.2017 teilzunehmen (https://www.thieme.de/de/tiermedizin/bbf-kleintierkongress-1243.htm).

Auch konnte ich ein mir bis dahin nur von emails bekanntes BaT-Mitglied kennenlernen, was in einer beginnenden Freundschaft resultierte.

Alles in allem ein wunderschönes Wochenende im legendären Berlin – gerne wieder.