Medien & Artikel

Aus Leidenschaft Tierärztin sein, durch Liebe schwanger werden, Mutterschutz brauchen, Beschäftigungsverbot begründen, Elterngeld beantragen

Aus Leidenschaft Tierärztin sein, durch Liebe schwanger werden, Mutterschutz brauchen, Beschäftigungsverbot begründen, Elterngeld beantragen;

Das waren die TOP-Themen im Vortrag von Rechtsanwalt Herrn Reiner Kirchhoff vom Marburger Bund, Landesverband Niedersachen, zur 4. Mitgliederversammlung des Bund angestellter Tierärzte e.V. in Hannover.

Die Erläuterungen zum neuen „Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium“ vom 23.05.2017 wurde den teilnehmenden Mitgliedern, zu 95% TierärztINNEN, sehr anschaulich von dem sympathischen Rechtsanwalt Kirchhoff vermittelt, dessen Ehefrau selbst praktizierende Tierärztin ist.

Es gibt klare Regelungen im Umgang mit schwangeren Arbeitnehmerinnen und jungen Müttern, wozu die Neuregelung der Arbeitszeit gehört, eine Gefährdungsermittlung am Arbeitsplatz, eventuell eine Umgestaltung des Arbeitsplatzes, ggf. ein Arbeitsplatzwechsel, um nur einige Themen zu nennen. Es ist die Aufgabe des Arbeitgebers die werdende Mutter im Berufsalltag zu schützen und dennoch ein Weiterarbeiten der schwangeren Tierärztin zu ermöglichen.

Wann ist ein betriebliches Beschäftigungsverbot rechtmäßig und was steckt hinter der „unverantwortbaren Gefährdung“ für eine schwangere Tierärztin? Welchen Anspruch auf Elternzeit und -geld haben Mütter und Väter im Tierärzteberufsstand? Was gilt es zu beachten?

Vortrag verpasst? Nächster Termin:  08.11.2018, 19.30 Uhr

Webinar „Die Rechte einer Schwangeren/ Mutter“

Referenten: Rechtsanwälte Frau Beisteiner und Herr Siggel, Kanzlei Lehman und Partner, Hannover

Für BaT-Mitglieder ist das Webinar kostenfrei.  Anmeldungen sind noch möglich unter info@bundangestelltertierärzte.de

 

Mehr Infos zu Mutterschutz, Beschäftigungsverbot und Elterngeld unter www.bundangestelltertieraerzte.de im Mitgliederbereich
Neu! Mitglieder werben Mitglieder!

Für zwei neue Mitglieder 10,-€ Gutschein eurer Wahl

Besucht uns!

BaT-Stand, Stand F16, Halle 7,  beim BpT Kongress in Hannover 15.-17.11.2018!

Bundesministerin Klöckner sieht bei Gestaltung des Arbeitszeitgesetzes Handlungsbedarf

Bundesministerin Klöckner sieht bei Gestaltung des Arbeitszeitgesetzes Handlungsbedarf

Bei einem Treffen des bpt (Praktiker), BbT (Beamte), BfT (Industrie) und BTK sind am 10. Oktober in Berlin kam es zu einem Austausch mit Bundesministerin Julia Klöckner und weiteren Vertretern des BMEL.

Wie in einer aktuellen Pressemeldung von Vetline zu lesen ist, wurde das Thema „tierärztliche Versorgung“ im Tierseuchenfall und auch generell mit Bezug auf die Arbeitnehmerrechte in Sachen Arbeitszeit angesprochen. Es ist dort zu lesen, dass „… sie sowohl mit Blick auf den Zugang zum Tiermedizinstudium wie auch mit Blick auf die Gestaltung des Arbeitszeitgesetzes Handlungsbedarf sieht. Sie sagte zu, dass sie in Kontakt mit ihren Länderkollegen treten will, um zu schnellen und praktikablen Ergebnissen zu kommen.“

Diese zugegebene schnelle Entwicklung der Ereignisse – wir berichteten von Ergebnissen des Deutschen Tierärztetages 2018 – in Sachen Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes sollte alle angestellten Tierärztinnen und Tierärzte dazu motivieren, sich entsprechend zu positionieren und mit einer Stimme zu sprechen.

Als BaT-Vorstand sehen wir hier weitere Ansätze die aktuelle, arbeitnehmerfreundliche Rechtslage in Sachen Arbeitszeit (die leider immer noch zu wenig Anwendung findet) sehr kurzfristig zu verändern. Insbesondere die Erhöhung der täglichen Arbeitszeit ohne Zugeständnisse für die Angestellten – wie z.B. in einem Tarifvertrag aushandelbar – erscheint als ein angestrebtes Ziel.

Wir möchten hiermit in aller Deutlichkeit an die angestellten Tierärztinnen und Tierärzte appellieren, sich diese Entwicklung bewusst zu machen und zu entscheiden, ob sie dieser Entwicklung zusehen wollen, oder aktiv – z.B. durch eine Mitgliedschaft im BaT e.V. – für eine Lösung, die auch die Belange der Arbeitnehmer von verschiedenen Seiten beleuchtet, eintreten.

Es liegt an jedem Einzelnem, ob wir als angestellte Tierärztinnen und Tierärzte hier gemeinsam mit einer Stimme mehr für unseren Berufsstand erreichen können und werden.

 

Endlich Tierarzt – und nun? Infoveranstaltung von BaT und TVD in Leipzig

Am 16.10.2018 veranstaltete der TVD gemeinsam mit dem BaT eine Informationsveranstaltung zum Thema „Endlich Tierarzt – und nun?“ für das kurz vor dem Staatsexamen stehende Matrikel `13. Hanka Lange vom TVD erklärte ca. 30 Studierenden den Weg durch den Behördendschungel auf dem Weg zur Approbation und die Notwendigkeit bestimmter Versicherungen für das spätere Berufsleben.

Anschließend berichteten drei Referent_innen von Berufsfeldern und Karrierewegen abseits der praktizierenden Tierärzt_in. Prof. Martin Pfeffer stellte seinen aus vielen Umwegen bestehenden Weg zur Professur vor und unterstrich die interessanten Aspekte einer universitären Laufbahn. Im Anschluss an seinen Vortrag entspann sich eine kurze Diskussion zum Thema Flexibilität im Berufsleben und Befristung von Arbeitsverträgen an Forschungseinrichtungen. Maike Zeller (Hill’s Pet Nutrition) und Saskia Sarvan (IDT) erzählten sehr anschaulich „frei aus dem Bauch heraus“ von ihrer Arbeit im Tierfuttermarketing bzw. in der Impfstoffentwicklung am Tiermodell.

Zum Abschluss stellten wir drei Leipziger BaT-Vertreterinnen unseren noch jungen Verein, seine Ziele und Angebote für Mitglieder vor. Zu allen Vorträgen wurden interessierte Fragen gestellt und besonders positiv bestärkt hat uns drei die Tatsache, dass der BaT mittlerweile einen hohen Bekanntheitsgrad unter den Studierenden genießt.

Autorinnen: Jule, Frieda und Caro für den BaT in Leipzig

BaT-Mitglieder wählen neuen Vorstand in Hannover

Die Mitglieder des BaT trafen sich am 20. Oktober zur Mitgliederversammlung, bei der neben den Berichten des Vorstandes, den verschiedenen Gremien, einem Vortrag durch den stellvertretenden Geschäftsführer des Marburger Bund  Niedersachsen auch die Wahl des Vorstandes stattfand.

Aus persönlichen Gründen stellten sich die amtierende Finanzverwalterin Dr. Nadine Hornen und die 2. Beisitzerin Dr. Anne Menzel nicht zur Wiederwahl, sodass mindestens diese zwei Positionen neu zu besetzen waren. Sowohl die 1. Beisitzerin Lilith Steingräber als auch die 2. Vorsitzende Dr. Leonie Wolters sowie der 1. Vorsitzende Dr. Christian Wunderlich stellten sich zur Wiederwahl.

Dank der Bereitschaft im Ehrenamt die Zukunft des Tierärzteberufs mitzugestalten, fanden sich zwei Kandidatinnen für die neu zu besetzenden Ämter:

Die Kolleginnen Marie-Luise Huhn und Dr. Elisabeth Brandebusemeyer kandidierten für die Ämter Finanzverwalterin und 2. Beisitzerin. Somit setzt sich für die kommenden 2 Jahre der Vorstand wie folgt zusammen:

1.Vorsitzender: Dr. Christian Wunderlich

2.Vorsitzende: Dr. Leonie Wolters

Finanzverwalterin: Marie-Luise Huhn

1.Beisitzerin: Lilith Steingräber

2.Beisitzerin: Dr. Elisabeth Brandebusemeyer

Mit nun 3 Kolleginnen aus der Praxis im Vorstand freuen wir uns auch in Zukunft gemeinsam mehr für die angestellten Tierärzte zu erreichen.

Der neue BaT Vorstand

Kommentar zu den Beschlüssen des Arbeitskreises 1 „Kleintierpraxis 2030“ des  28. Deutschen Tierärztetages in Dresden

Kommentar zu den Beschlüssen des Arbeitskreises 1 „Kleintierpraxis 2030“ des 28. Deutschen Tierärztetages in Dresden

Grundsätzlich sind die Beschlüsse unter Nr. 1-4 auch aus Angestelltensicht zu begrüßen. Dienen sie doch dazu, geeignete Studienbewerber für das Fach Tiermedizin zu finden, die Einkommenssituation aller Tierärzte zu verbessern und den Notdienst zu regeln. Auch Punkt 6, eine Verbesserung  der Kinderbetreuung, ist wünschenswert und besonders für  Tierärztinnen essentiell, um ihren Beruf ausüben zu können.

Allerdings sind Aufweichungen des Arbeitszeit-, Mindestlohn- oder Mutterschutzgesetzes absolut inakzeptabel. Diese Gesetze dienen dem Schutz der Arbeitnehmer. Sie ermöglichen auch angestellten Tierärzten ein finanzielles Auskommen bei geregelten Arbeitszeiten. Es ist dringend überfällig, dass  sie auch in Tierarztpraxen Anwendung finden und kontrolliert werden.

Ein scheinbar rechtsfreier Raum, in dem zwischen ungleichen Parteien Arbeitsverträge und Absprachen ohne Einhaltung geltender Gesetze getroffen werden, muss der Vergangenheit angehören.  Diese überholte Praxis passt nicht zur Vision der  „Tiermedizin 2030“.

Zu begrüßen ist, dass in Dresden zumindest in einem Punkt weitestgehend Konsens bestand:

Es muss sich etwas ändern.

Man hätte sich etwas mehr Mut gewünscht, den Visionen von BaT-Mitglied Dr. Carolin Deiner zu folgen, die in ihrem humorvollen Impulsreferat  mögliche positive Entwicklungen aufzeigte.

Darunter auch Tarifverträge, die regelmäßig angepasst werden und beiden Tarifparteien, Arbeitgebern und Arbeitnehmern, Sicherheit und Verlässlichkeit bieten. Durch Sonderregelungen innerhalb der Tarifverträge kann berufsspezifischen Besonderheiten Rechnung getragen werden.

Die Einhaltung  ausreichender Ruhezeiten zwischen den Diensten ist notwendig,  um körperlichen und psychischen Erkrankungen vorzubeugen. Sie sollte auch von den Arbeitgebern beherzigt werden.

Geht doch der aktuelle gesellschaftliche Trend dahin, Arbeit und Freizeit wieder klarer zu trennen, um die überdrehte Spirale der ständigen Dienstbereitschaft und Erreichbarkeit zu stoppen.  So veröffentlichte die „Zeit“ online-Redaktion jüngst eine aktuelle Gallup-Studie unter dem Titel „Dienst nach Vorschrift ist gesund“ ( https://www.zeit.de/arbeit/2018-08/gallup-umfrage-deutschland-arbeitnehmer-beschaeftigte-dienst-vorschrift ).

Stressarme, familienfreundliche Arbeitsplätze mit guter Personalführung verdienen sich die Auszeichnung als „Great Place to work“ ( https://www.greatplacetowork.de/ ).

Selbst wenn sich nicht alle Punkte erfüllen und in dieser Form umsetzen lassen, tut die Tierärzteschaft und ihre Standesvertretung gut daran, Visionen für den Berufsstand zu entwickeln.

Für den BaT war in Leipzig vor Ort, hat mitdiskutiert und diesen Kommentar geschrieben: Dr. Elisabeth Brandebusemeyer, BaT Gremium Öffentlichkeitsarbeit

 

Genannte Beschlüsse finden interessierte Leser hier: Die Beschlüsse des Arbeitskreises 1 „Kleintierpraxis 2030“ des 28. Deutschen Tierärztetages aus Sicht des angestellten Tierarztes